Pitta – Im Sommer regiert das Feuer

Die Feststellung des Konstitutionstyps Pitta birgt viele Konsequenzen für den Alltag: Vom Pitta = Feuertyp werden Wärmehaushalt, Nahrungsspaltung, Stoffwechsel und Energiegewinn reguliert. Die Konstitution des Pitta-Typs ist heiss, der Feuertyp braucht keine Wärmezufuhr von außen, da er selbst wie ein Motor auf Hochturen läuft und Hitze produziert. Und er mag auch keine äußere Hitze im Sommer, heisse Duschen oder Badewannen.

Sind Sie ein Feuer-Typ?
Sein Aussehen ist bestimmt durch blonde oder rötlich-braune Haare, eine mittlere Körpergröße, sportlich warmes Körperempfinden, eine starke Ausstrahlung, sichtbare Intelligenz, zielgerichtetes Handeln und starkes Durchsetzungsvermögen. Er hat Führungsqualitäten. Die Entspannung nach dem Berufsalltag findet über sportliche Aktivitäten statt. Joggen zum runterkommen. Es besteht die Neigung zu Wutausbrüchen bei erhöhtem Pitta, sowie Entzündungen, Hautreizungen und Übersäuerung.

Entsprechend ist ein Pitta-Überschuss mit kühlenden Maßnahmen auszugleichen: nicht nur durch kühlende Nahrungs- und Heilmittel, wie Ghee und Bitterstoffe, sondern auch andere kühlende Einflüsse wie z.B. nordisches Klima im Urlaub, einen ruhigen sachlichen Partner, Rosen- oder Sandelholz sowie Perlenschmuck. Von Substanzen mit antagonistischen Eigenschaften wird Pitta besänftigt. Pitta ist heiß, penetrierend,  sauer, beweglich wie Öl ­(=fließend) und scharf.

Überall, wo diese Eigenschaften von Natur aus im Körper zu finden sind, ist das Feuer-Prinzip aktiv.  Sind die Eigenschaften zu stark ausgeprägt, spricht man von einer Pitta-Störung, also einem Überschuss, der durch entsprechend entgegengesetzte Maßnahmen ausgeglichen werden muss. Z.B. zeigt sich eine normale Aktivität des Pitta-Prinzips in der Eigenschaft ‚sauer‘ im Magen: Pitta ist für die Aufspaltung der Nahrung mittels der Verdauungssäfte verantwortlich. Krankhaft wird die Ausprägung dieser Eigenschaft bei der Magenübersäuerung – ein typisches  Symptom. Ausgleichen lässt sich dieser Überschuss z.B. durch die weichen, kühlenden und bitteren Eigenschaften des indischen Spargels Shatavari.

IMG_1960
Konstitution oder äußere Einflüsse?
Eine Feuer-Konstitution, die von Natur aus viel Hitze und Säure mitbringt, reagiert intensiver auf Hitze-fördernde Einflüsse, sodass z.B. Hitzewallungen bei diesem Typ oft vorkommen. Durch Ernährung, Verhalten, Heilmittel, klimatische oder soziale Einflüsse kann man positiv einwirken.  Scharfe und saure Nahrungsmittel, ­heißes Klima und eine aggressive Atmosphäre fördern das Feuer. Die Nahrungsmittel Pfeffer, Chili, Zwiebeln, Knoblauch, Essig, Zitrusfrüchte und saure Beeren, Fleisch, Sesamsamen, Auberginen, gesäuerte Milchprodukte, Alkohol und Schafsmilch regen Pitta an.

Pitta-Symptome
Die Beschwerden entstehen meist auf der Grund­lage einer Feuer-Konstitution, jedoch auch durch  Faktoren in Ernährung, Verhalten und Klima. Oft gehen diese Beschwerden von den Verdauungsdrüsen aus und zeigen sich auf der Haut:

* Entzündungen
* Brennen
* Hitzewallungen, Fieber
* Magenübersäuerung, Geschwüre
* Durchfall
* ausgeprägter Hunger und Durst
* Schweißbildung
* Burn out
* rötliche, gelbliche und grünliche Färbung von Sekreten oder Organen

Anmeldung zur Ernährungsberatung: Ausgleichung der Doschas: Maya Ruckszio, maveda@gmx.de

Maya